Leben und Arbeiten auf dem Lande ist für viele ein Traum, und Arhöna ist ein Versuch, ihn Wirklichkeit werden zu lassen. Leben auf dem Land, das bedeutet Naturnähe, die besonders durch die Pferde und das Reiten erlebt werden kann, und Arbeiten auf dem Land, das bedeutet überschaubare Strukturen, in denen Mitarbeiter auch Freunde und Mitbewohner sind und Arbeits- und Freizeit sich vermischen. Anstelle von Hektik und Anonymität der Stadt sollen Gelassenheit und Integriertheit des Dorfes treten. Es soll Raum zur Selbstverwirklichung geben bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Anderen, was z.B. durch Arbeitsteilung, gegenseitige Unterstützung und Solidarität erreicht werden kann.

Das stellen wir uns unter "alternativ" vor, aber als "alternativer Pferdehof" betrifft dies auch unseren Umgang mit den Pferden, die eine wichtige Rolle spielen: als Einkommens- wie auch als Glücksquelle. Dieser Umgang soll in jeder Hinsicht anders sein als das, was viele von uns von den konventionellen Reitbetrieben mit ihrer "Sportgerät-Mentalität" weggetrieben hat hin zu alternativen Formen des Reitens und der Pferdehaltung. Natural Horsemanship ist für uns eine solche Alternative.

Das alles soll sich nicht auf unseren "Mikrokosmos" beschränken, so dass wir uns auch um Veränderungen in der Welt bemühen, z.B. durch unser Konsumverhalten, vor allem aber dadurch, was wir unseren Gästen vermitteln. Wir selbst müssen dafür sorgen, dass Arhöna ein authentischer, freundlicher Ort ist und bleibt, mit dem wir uns identifizieren können. Diese Ansprüche erfordern ein hohes Maß an verschiedenen Eigenschaften, die wir nicht immer, aber immer öfter mitbringen: Gemeinschaftssinn, Verantwortungsbewusstsein, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und dergleichen mehr.

Der Versuch, den Traum vieler zu verwirklichen, lässt das Projekt Arhöna für viele - Gäste wie Mitarbeiter - unterstützenswert erscheinen, ein Aspekt, der in unserer Philosophie einen hohen Stellenwert hat: hier zu leben und zu arbeiten ist aus Idealismus motiviert, nicht aus Gewinnstreben. Uns dabei nicht selbst oder gegenseitig auszubeuten, uns allen eine gute Existenzgrundlage zu schaffen und den schmalen Grat zwischen Risikofreude und Sicherheitsdenken zu gehen ist tägliche Aufgabe.